anfang und ende, aufstieg und fall
100 auf Rot.
Ich will dich vergessen,
aus meiner Welt löschen.
Dann schieß mich halt tot.
Es ist Winter,
ich sehe mehr
Schwarz als Rot,
mehr Schatten als Licht.
Was das hier wird,
ich weiß es wirklich nicht.
Ich möchte den Bergkristall
in meinen Händen wenden, wählen
und dir von meinem Traum erzählen,
den ich loswerden muss,
weil er mich nicht schlafen ließ.
Er handelt von
Gebürtlichkeit,
Mutterleib,
Weltoffenheit.
Jeder Mensch wird geboren.
Ein Anfänger, der Neues beginnen kann,
ist das Fundament jeglichen Handelns.
Wenn wir davon nichts wüssten,
hätten wir umsonst gelebt.
Das Gegenstück zur Sterblichkeit,
zu all der Angst, die uns umgibt.
Etwas, das uns verbindet und
verkündet, bleib nicht stumm,
in der Vereinzelung.
Hinterlasse
eine Spur.
Ich hab das Blut nicht abgewischt.
Wir sind gleichwertig,
aber nicht alle werden gleich geboren.
So oder so, jeder Mensch ist einzigartig.
Manche Menschen halten ihre Kinder
für das Wundervollste auf der Welt.
Sie berühren, was nach ihnen greift,
denn etwas, das lohnt, ist dabei.
Andere sehen das weniger gefühlvoll.
Meistens wohnen sie in
prachtvollen Gegenden
in prachtvollen Häusern,
aber sie sind keine
besonders prachtvollen Leute.
Es sind Erfinder oder Schwindler.
In einer Minute haben sie gelebt, geliebt, geheult
und die Reise vergessen.
Sie haben vergessen, wo sie wohnt, die Zeit.
Fliegen zu hoch, um darüber hinwegzukommen,
fallen zu tief, um durchzukommen.
Es ist kein Ausversehen.
Es ist bitter und richtig, unsterblich zu sein.
So ein, so aus, so sehr mit ihrem eigenen dummen Leben,
all den schönen Dingen beschäftigt,
dass es ihnen gar nicht auffällt, das ungelebte Leben.
Es ist nicht geboren, es ist geworfen, aus der Verantwortung.
Es steckt fest in ihrer Mitte, unter Schmerzen wie Donner.
Es fühlt es, das Herz, in meiner Brust.
Sie schenken ihm nicht die geringste Aufmerksamkeit.
Nie angekommen irgendwo und um die Wahrheit bemüht.
Ist alles im Eimer, zuckt und zappelt,
gehen sie nach Hause,
da hilft auch keine Hebamme.
Und nun?
Und nun lass uns kämpfen, mein Baby.
um unser schönes Rauschbaby,
lass uns neu erfinden und zerreißen,
nähen, nähen, nähen,
bis die Lüge zur Wahrheit wird.
Denn dich liebe ich nicht,
du bist nur irgendjemand.
Und dieses Kind ist nicht meines.
Ich träumte,
ich stünde
im Transit,
halte Stand,
mit diesem Kind
und es zieht,
alle Türen offen,
keine Reise,
keine Landschaft,
kein Ziel,
zu lange ausgesetzt.
Und ich stille,
keine Zeit,
liebe und bleibe still,
keine Zeit,
halte still,
bin still,
steh still,
keine Zeit,
keine Gedanken,
weil wir verloren sind.
Wir waren allein
mit lauter Fremden
in großen Hallen,
die Stunden, sie zerfallen,
wie die Integrität.
Und nun stell dir all diese Anfänge vor,
die sich sehnen,
nach Liebe und Mut,
wie die vielen Geschichtsbücher,
die so daliegen,
sich stapeln,
so hoch,
wie ein ganzes Reich,
kleine Hände,
kleine Füße,
kleine Ohren,
schöne Münder,
klare Augen,
kleine Seelen,
kleines Rückgrat
zerfallen,
und stell dir die Frage,
ob ein klarer Mensch
nicht ein schönes Ziel wäre.
Und jetzt kommst du und
willst einen Anfang,
Liebe machen,
aber nicht der Vater sein.
Wir wollen
weder verloren anfangen,
noch traurig, schwach und klein,
am Ende in schlechter Gesellschaft sein.
Denk an Romeo und Julia.
Sie wollten füreinander sterben,
und brachten sich gegenseitig um.
Fallen wir, wofür wir stehen?
Ich kann mich nicht erinnern,
aber es geschah im Stillen, so leise.
Der stille Tod findet die Liebe nicht.
Nichts ist von Dauer,
was keiner mehr nährt.
Wenn du dein Kind nicht nähren kannst,
dann bekomm kein Kind.
Und denk nicht, vielleicht.
Wenn du dein Kind nicht nähren kannst,
wirst du immer versuchen,
es vom Weinen abzuhalten.
Gaunerei, Diebstahl, Lügen
Jetzt stirbt das Kind langsam.
Ich sagte, willst du etwas anfangen?
Dann musst du etwas anfangen.
Haben wir uns wiedererkannt?
Gib mir deine Hand, Mann, deine Frauenhand.
Ist man noch frei, wenn man nichts wagt, wenn man nichts wählt?
Ist diese Welt hier noch erlaubt?
Können wir noch versprechen, können wir verzeihen?
Das wird verdammt noch mal so sein,
solange wir fragen, denn wir sind die Zeit.
Liebe, befreit.
Baby, ich bin zurück.
Der Unruhestifter, Seeräuber Jenny.
Ich suche keinen Ärger, ich suche nach Liebe.
Weil ich eine Seele und eine Handschrift habe.
Und hätte nicht angefangen,
wenn ich nicht angefangen hätte.
Angefangen, an uns und etwas zu glauben.
Da ist eben ein Mensch auf dieser Erde,
und ich möchte bei ihm sein,
versuche, versuche, versuche.
Und er wollte,
doch noch niemals suchen,
hier stehen und bleiben.
Verbunden und gelöst,
nur für das Wechselgeld,
gefahren, gegen die Wand,
zu Abenteuern,
eigentlich, eigentlich, eigentlich,
noch nicht bereit.
Du weißt immer noch nicht, mit wem du redest.
Spar dir deine billigen Witze
und lass mich mit den Affen allein.
Ich kenne jeden Ort, an den man reisen kann,
aber für ein paar Cent gehe ich nirgendwo hin.
Steck es zurück, in deine Jeans.
Ich fahr' mit Schwarzlicht übers Laken,
Leuchten deine Träume noch?
Und das Bett wird gemacht,
es wird keiner mehr drin schlafen,
in dieser Nacht.
Das ist nicht die Form meines Herzens,
du weißt, was ich meine.
Und ein Schiff, mit Acht Segeln,
und mit 50 Kanonen,
wird entschwinden mit mir.
Nur der Krieg macht Krieger,
aber lieber, macht er Verlierer.
Die Verlierer sind eure Freunde,
weil ihr euch da heimisch fühlt.
Meine Herren, es ist vorbei.
Ihr findet den Fehler.
Für nichts anderes
als die Revolution,
sie wird am Ende
den Tod,
abschaffen.

