der g.

Politik. Wissenschaft.

Es gibt nur eine Berührung, einen Satz, den der G., mir mitgegeben hat. Es war so mit das Einzige, denn G. war, mir gegenüber, sehr kontaktscheu. Es war ein Satz, ganz nebenbei, im Transit, während wir umzogen, die vielen, trockenen Bücher aus seinem Auto holten. Er fragte mich, ob ich Alf kenne. Ich sagte, ja, ich liebe Alf, denn tatsächlich, ich mochte diesen komischen Außerirdischen.

Er sagte, es gab eine Folge, in der Alf diesen Witz erzählte:

»Wenn wir etwas nicht verstanden haben, haben wir es kaputt gemacht.«

Er sagte es, einfach so, aus dem Nichts.

Und er lachte.

Ich fragte mich, was das für ein seltsamer Witz sein sollte.

Das sind sie, die Momente, die eine Überraschung erzeugen, eben weil sie so seltsam sind. Vielleicht lag in ihnen mehr Glanz als Tiefgang, doch bringen sie einen auf revolutionäre Ideen. Die Momente, die einem fast wie eine Kunstperformance anmuten, einfach so dastehen, mitten im Alltag. Absurd. Unangenehm. Verworren. Also, ist da etwas. Irgendwas, ist dran. Und man denkt daran. Noch Jahre später.

Was wollte uns der Künstler, der G., wohl damit sagen? Denn es ist schon ein denkwürdiger Satz.

Wir fingen an, seine Bücher, alphabetisch zu sortierten. Er fragte mich, welche Medien mich interessieren, wartete die Antwort, aber nicht ab. Er schenkte mir ein Buch über Bilder, an dem er mitgeschrieben hat, und er signierte es für mich. Wie sollte man das verstehen? Etwas daran, ist. Doch irgendwie, unbeholfen.

Er lud mich zum Essen ein. Er ging oft zum Italiener. Im Seminar schrieb ich etwas, das für ihn klassisch, politisch war. Zu Beginn, musste er immer wieder betonen, wie viele Frauen hier doch anwesend waren. Ich für meinen Teil, hatte mich eigentlich schon daran gewöhnt. Zumindest dachte ich das. Zumindest wollte ich das. Denken. Er sagte nichts und redete, für ein Seminar, zu viel.

Es war Sommer, am Ende, lud er uns auf ein Eis bei der Mafia ein. Die Mafia, sie faszinierte ihn irgendwie. Er hatte auch KollegInnen und Strukturen, die seinen Alltag regelten, oder stark dominierten.

Einmal, da kam es vor, dass ich bei ihm ein Lächeln wähnte, in der Cafeteria, als unsere Blicke sich trafen, während mein Kopf, an den Schultern eines Mannes lehnte.

Dabei sah er ein Bild.

Er traute mir nicht. S zu. Ich brauchte. Plötzlich. Hilfe. Ich brauchte. Plötzlich. Geld.

Er konnte es nicht.

–Verstehen–

Und ich konnte nicht ansprechen, aussprechen, was nicht,

…existierte...

Als er schließlich ein Kind hatte, und so mit dem Kinderwagen durch die Stadt lief, kamen ihm viele Menschen wie Molukken vor. Aber das, durfte er, so laut, nicht sagen. Er sagte es trotzdem, er sagte es nicht mir, er sagte es zu jemand anderem, am Telefon, leise, im Vertrauen.

Ich hörte es. Trotzdem.

Keiner ist eine Insel, aber wir haben alle einen Strand. Zum Empfang.

Ich sprach viel mit seinem Kollegen. Er hieß S., war bis zum äußersten lebendig, sprang mitten in einem Vortrag auf, steppte und fühlte sehr viel, sagte, was ist und trank sehr viel Kaffee.

Ich brachte Kuchen mit.

G. lehnte ab.

S. aß mit.

Manchmal, da brauchte er einen Spliff, um wieder runterzukommen. Dann sagte er im Scherz, das sei der Rinderwahn.

Dann, irgendwann, arbeitete ich für S.. Das war, aus anderen Gründen, genauso unmöglich. Er wusste das, entschuldigte sich und sagte, ich solle das als Stipendium sehen.

Ein echter Chaot, doch was er sagte, was er erforschte, es inspirierte mich. Er zeigte mir den unsichtbaren Mann, ganz bewusst, als Theaterstück. Etwas in mir regte sich. Ich verstand etwas.

Er gestand, er musste es ansprechen: »Ich glaube, der G., der mag mich nicht.« Und ich wusste, was er meinte. G. antwortete eigentlich nicht auf Fragen, sah einen nie, direkt, in die Augen, und manchmal, da zweifelte man, ob man überhaupt existierte. Dieses Gefühl, war sehr schwer auszuhalten. S. war Feldforscher, ein teilnehmender Beobachter. Teilnehmen, genau das, ließ er uns nicht. Er gab uns das Gefühl, es nicht zu können. Dieses Gefühl, es quälte S. so sehr, dass er schließlich ging. Und auch ich fühlte mich nie angesprochen.

An der letzten Konferenz, an der durfte S. nicht teilnehmen.

Und so saß ich da, in einem von G.s Vorträgen.

Da saß, neben mir, ein junger Mann. Auch er, konnte mir nie so recht in die Augen sehen. Doch ich fühlte Spannung, ich fühlte Energie. Er fragte, ob ich hier meine Zeit absitzen würde. Auf so etwas, antworte ich eigentlich nicht. Und doch, gewiss, hatte er recht. Er blickte zum G. auf und sagte mir, er könnte es sich gut vorstellen, eines Tages, so zu sein wie er. Ich denke, er dachte, es würde mich beeindrucken.

Ich arbeitete ja schließlich, für ihn.

In seiner Welt.

Er wollte sicher wirken. Und etwas in mir, dachte leise. Einmal sah ich ihn, wie er arrogant wurde, weil er wütend war, und das zu Recht – nur auf die Falschen.

Ich brachte Kekse mit. Er nahm einen, sehr vorsichtig. Und da war er wieder. Dieser Kunstmoment. Ein Kommilitone, er wurde, plötzlich, irgendwie böse. Da war etwas. Absurd. Unangenehm. Verworren. Er fragte, ob der junge Mann denn überhaupt Musik hörte? Und überhaupt, wenn dann doch nur Meat Loaf. Plötzlich, musste er sich verteidigen. Doch er blieb ganz ruhig. Dann fing mein Kommilitone buchstäblich an, ein Bild zu zeichnen. Es war eine Maus. Eine mit Ohrringen. Eine mit Blumen. Eine mit Narben. Sich selbst, zeichnete er als Eule, mit Anzug und Jackett. Es war Grotesk. Dieses Gefühl, war sehr schwer auszuhalten. Und doch, war es interessant. Und der junge Mann, wurde plötzlich krank. Ich behielt es, das Bild. Ganz egal, was es war, ich liebte es. Ich sah ihn, liebte ihn, von Anfang an, erst, Jahre später, wieder.

Der Kommilitone schlug mir einen Job vor, denn er sehe ja, ich könne arbeiten. G. fand das gut, er nahm an, ich brauche das Geld. Vielleicht, hatte er Recht. Ich lehnte ab.

Ich trennte mich, von G..

Der junge Mann, hat mich, für die Forschung, woanders vorgeschlagen. Er war einsam. Doch für mich, hatte er keine Zeit.

G. wunderte sich nur und sagte überall:

»Ich mochte sie, eigentlich.«

Ja.

Das sagte er.

So.

Von S.

Auch.

Wie sollte er.

Uns.

Das

auch erklären.

Politik. Wissenschaft.

Er ist ein G.

G wie gewaltig.

G wie gewalttätig.

Und das ist sie.

Die unabwendbare Tragödie.

Der Vereinzelung. Der Arroganz.

… Ist sie das?

Was wir nicht verstanden haben,

haben wir kaputt gemacht.

Was geschah denn nun, mit dem jungen Mann?

Auch er sagte, er hätte es nicht kommen sehen.

Er beschwerte sich oft, über seinen Doktorvater, sagte, es gehe nur um Zerstörung, er mache alles kaputt. Er sagte zu mir, »so lerne ich nichts«. Doch alles, was er wusste, wusste er von ihm. Von sich, kannte er es nicht. Ich fragte ihn, ob er schon einmal verliebt war, doch er antwortete mir nicht. Alles, was er sagen konnte, war, dass er, einer Frau, noch nie so nahe war. Und er malte es sich aus, wie ich, für ihn, unter ihm, arbeitete. Wir waren nie zusammen. Und waren es doch. Er betonte etwas, immer und immer wieder: Er sei der Mann. Dann sagte er, er würde, mich, nicht einstellen. Ich wäre viel zu weich. Ich würde ihn kritisieren, und das, würde er nicht wollen.

Wir blieben nicht, zusammen, so auch, als wir es doch waren.

Irgendwie, denn man durfte es nicht merken.

Zwischen diesen beiden Sätzen, liegt eine ganze Welt. Eine heikle Distanz, eine bittere Ironie. Technisch gesehen, hat er den G-Punkt getroffen.

Vielleicht gab es nur einen wirklichen Kuss, ein Schlag, eine Berührung, die er mir, zu spät, mitgegeben hat:

Das Kaputtgehen.

Eines, muss ich ihr lassen.

Sie hatte sehr viel Kraft.

Nur leider,

an der Essenz,

am Herz,

vorbei:

Ich musste es ihm trotzdem sagen. Wir sagten es, am Ende, beide.

»Ich habe dich wirklich geliebt.«

Doch war es nicht dasselbe. Das konnte es gar nicht sein, denn schließlich, war ich ja die einzige, die Gefühle hatte. Ich höre ihn noch sagen, »Ich will deinen Körper.« Ich höre ihn noch sagen »Ich schätze deinen Geist.« Er fragte sich oft, wie man so etwas findet. Halt. Eine innere Haltung. Denn er lag irgendwie ganz richtig, und ist dennoch, zum falschen Schluss gekommen. Er achtet schließlich auf die Ästhetik, und ich, bin die Ethikerin. Dieses Entweder-Oder, diese Art Unvollkommenheit, hat er sich irgendwann ausgedacht. Er war es nicht, es war jemand anderes. Und auch er war es nicht, er fand nur Briefe, Hinterlassen, von zwei ganz verschiedenen, getrennten Menschen, aber in einer Schreibtischschublade. Wenn wir Wissenschaft, wenn wir Menschen nicht mehr verstehen und abschließen, vergöttern, von uns isolieren. Sonst, wären wir kritisch, und das, würden wir nicht wollen. Ich wünschte, er hätte mehr Arendt gelesen. Ich hörte, immer noch, seine Lieder. Ich konnte es sehen, insgeheim, da träumte er, von der Revolution. Es war ein anderer Mann, den ich da fand. Er hat sich verabschiedet. Das Patriarchat, es fängt ihn, sicher. Nicht auf. Wahrheiten, unumstößlich. Er sprach von Haifischen. Sie bleiben treu, auch, wenn es Seele frisst, für einen Platz am Tisch. Es wäre falsch, ihre Musik uns nicht umgreifen zu hören. Und er wollte wissen, wie tief er sinken kann, um nicht zu fallen.

Er hat mir alle Liebe und allen Schmerz, die ganze Welt, überantwortet, einfach überlassen. Ich weiß noch, welche Bücher er sich bei mir aussuchte. Sie handelten von Subjektivität, sie handelten von Ambivalenz, von dem Wofür im Leben, dem, was uns bewegt. Er war auf der Suche, auf der Suche nach den verlorenen Gefühlen. Auf der Suche nach dem Selbst, für das er mich hasste, für das er sich schämte.

Es war genau ein Jahr später, als ich H. traf. H. war Professor. Von ihm, erfuhr ich absolut nichts über ihn, aber ich wusste, er hatte eine Affäre, mit seiner Hilfskraft. H. sagte, ich hätte all das, doch gar nicht nötig. Ich sei doch eine attraktive Frau. Er versuchte, mir zu schmeicheln, sagte mir, ich sei so schlau. Und es ärgerte ihn, dass ich darauf nicht einging, und ihn nur ansah. »Sie sind eben nicht korrumpierbar.« Er sagte, »Frauen, das sind die Neger der Gesellschaft.« Das sagte nicht er. Er zitierte nur. Es war ein anderer. Er versuchte es anders, sagte mir, ich würde das Böse nicht erkennen, selbst dann, wenn es direkt vor mir säße. Nicht er, gewiss nicht. Ein anderer. Er sagte, er würde mich, ganz väterlich, beschützen. Er erzählte mir, wenn man eine Frau verführen will, muss man ihr in das linke Auge blicken. Nicht, dass er so etwas tun würde, aber das erzähle man sich. Er sagte, aus Versehen, ich hätte ein interessantes Innenleben. Er wolle einiges mit mir machen. Das sagte natürlich nicht er. Es war, wieder, ein anderer. So zwielichtig, nein, ich war es, so verhuscht. In Wirklichkeit, war ich schon zu unvorsichtig.

Ich wollte nicht. Ich fragte, können wir das lassen? Er sagte, ich muss. Mich öffnen. Er, oder niemand. Ich war es, doch jetzt, ließ ich ihn nicht mehr. Jetzt, war ich konservativ. Ich war es, nicht er. Er hasste Veränderungen, hasste Courage. So, würde ich nie erfolgreich. So, schade ich mir nur selbst. Er wusste, er konnte mich nicht brechen. Also wollte er es, umso mehr. Er wollte mich einordnen, irgendwo, um zu wissen, was ich wollte und wie er mich entführen konnte. Er wollte meine Träume. Er wollte meine Ängste. The Pervert's Guide to Cinema. Ich hätte ihn gewinnen, ihn mich ficken lassen sollen. Nur so zum Schein, denn es ist nur ein Spiel, eines, das er Liebe nennt. Ein Playbook. Kinder spielen, Erwachsene, spielen Kinder. Dann hätte er gesagt, ich würde, den Schmerz, genießen. Ich war es. Es war nicht er. Er sagte, ich sollte nicht versuchen, daran irgendwas zu ändern. Ich sollte hinhalten, hinhalten und es ertragen. Dann würde er, mich, nachdem er mich eingesperrt hat, ganz besonders pflegen. Ich würde ganz besonders wachsen. Denn warum sollte man ein Schicksal, dem man ohnehin nicht entgehen konnte, nicht wenigstens genießen? Ähm, hä? Wie kann man sich so um Begegnungen, um Beziehungen bringen? Um Liebe, Zuneigung, Nähe? Echte, zwischenmenschliche Verbindung? Er war wie eine dieser KIs, tat so, als wäre er mein Freund, aber konnte mir nichts geben. Ich habe mich gewehrt. Hat er so aufgehört? Nein. Er hat nachgetreten. Und beinahe, hätte ich nachgegeben. Selbst, wenn ich nicht gestorben wäre, ich hätte es bereut, hätte ich mich, an ihm verloren. Ich war keinem Ent-Führer treu. Doch ich hab sie nicht betrogen. Ich war jetzt erwachsen. Ich war nicht von ihm abhängig. Und er wollte doch so, dass ich das vergesse. Er behielt gern die Hoheit, die Kontrolle. Deshalb wollte ich mich gern, von ihm entfernen. Bevor er mich entfernt. Die Drecksarbeit macht. Denn er dachte so bei sich, diese Frau, die muss weg. Wollt ihr es wissen? Wie weit wir wirklich entfernt sind, vom Dritten? Das Dritte, es sollte lieber, die Kultur, Dazwischen, Begegnung sein. Die, kann man nicht kontrollieren.


Sie warfen Steine, verschenkten Blumen, verbargen ihre Hände. Egal, was es war, es waren immer andere. Und dann, nannten sie es Wahrheit. Und es gab keinen Streit. Sie verdrehten, verbogen, und dann erklärten sie mir:

»Du bist zu viel. Du bist noch nicht. Bereit.«

»Bereit? Ich bitte dich. Wofür?«

Ihre Empfindsamkeit ist so ein hohes Gut. Es muss so sein. Es geht ihr, noch zu gut. Sie sollte es sich nicht leisten können. Fuck, wo hat sie das nur her? Warum nur ist unsere Theorie, sind die Instrumente, all das, irgendwie, zu nichts gut? Doch ich will nichts riskieren. Dazu fehlt mir der Mut.

»Sie wollen zu viel.«

Ja. Sie will mehr. Sie gibt es zu.

Wir waren zusammen, und waren es nie. Zur Sozialisation gehören Feindbilder. Diese Welt, sie wird durch einen Krieg zusammengehalten. Ich bin böse. Aber nicht, weil ich wirklich böse bin, sondern weil es, in Gesellschaft, meine Aufgabe ist. Ich schätze, an dieser Trennung, ist irgendetwas dran. Denn sie ist absurd. Weil wir es nicht sind. So überhaupt nicht. Das ist das Problem. Wohlan! Wohlan! Stellen wir die Welt auf den Kopf. Denn die braune Scheiße, das Verdrängte, es fließt, tritt, immer, nein, es erschafft, die Schwerkraft, ein unten, den Keller, in dem keiner rein darf. Da willst du nicht hin. Es ist die Hölle. Es ist leicht und immer leichter, schwer zu sein. Aber wenn man mit dem Rücken am Boden liegt, wenn man nicht flieht und merkt, dass sich niemand umdreht, weiß, wo man ist, einem alles, bis zum Halse steht, ist es gut, weil man sonst, dort, noch so lange sein wird. Und dann, wird plötzlich, alles gut. Warum? Man kann nicht weiter. Man sieht, was ist. Und dann, kann man das Richtige, nicht das Leichte tun. Man glaubt ihnen nicht, mit ihren aufgeblasenen, weißen Rettungswesten, ihren weißen Wänden. Man setzt sich an den Tisch. Man ist nicht mehr taub, man ist nicht mehr blind, so furchtbar be- und eingeschränkt. Man ist und bleibt ein Mensch. Man lässt sich seinen Platz in der Welt nicht nehmen. Und man lernt endlich. Wirklich. Zu unterscheiden. Männer, das sind nur Phantome. Genauso, wie ihr Schmerz. Und wenn er es ist, wenn er es bleibt, ist diese Welt, ist die Liebe zu ihr, ist es, alles andere, auch. Traurige Gespenster. Echte Männer. Oder einfach Nazis, denen man, nicht zu lange, zuhören darf. Ich bin es. Die Sirene. Mich fickst du nicht. Ich habe einen Fischschwanz und trotzdem eine Lunge, eine Stimme, eine Zunge. Aber ich bin es, das arme Geschöpf, so ganz ohne Seele. Mein Gott. Dass ich überhaupt schreiben kann. Kein Erbe. Keine Sicherheit. Keine Angst. Also, dass muss man erstmal beweisen. Ich bin ein bisschen sehr erschöpft. Weiß nie so recht, ob ich weinen, oder lachen soll.

An der Grenze, an der Wasseroberfläche. So kann ich vielleicht nicht gehen, aber werde immerhin, nicht verspeist. Jetzt gerade, habe ich Luft in meinen Lungen, weil ich mit einem Menschen-Freund sprach, der nicht mehr die Hälfte seiner Menschlichkeit aufgeben wollte und deshalb, auch als Lehrstück, keine Pronomen mehr hat. Künstler, haben Pronomen, noch nie ernst genommen. Das wäre ganz furchtbar teuer, und das können sie sich nicht leisten. Sich selbst besiegen, etwas tun, anstatt sich selber zu belügen. Denn andere, nehmen Pronomen, ihre Männlichkeit, Trennungen, ganz furchtbar ernst. Das zwingt schließlich jeden, den Freund beim Namen zu nennen. R. arbeitete auch für G. R. kennt den jungen Mann. R. und ich, haben vieles gemeinsam. Wenn wir uns sehen, bringen alle etwas mit, und alle, was sie können, und alle, was sie wollen. Was für eine Liebe soll das auch sein, in der du nur gut bist, bin ich es nicht? Bist du, in allem, von mir abhängig? Und du glaubst es, du glaubst das wirklich. Ja. Das. Verzeihe ich dir. Irgendwie. Nicht. Aber, eigentlich, verzeihst du dir selber nicht. Wir sollen weglaufen, fliehen, weg, vom Tisch. Aber wir verschwinden nicht. Das. Werden wir. Nicht. Wie auch? Es sind deine Tatsachen. Es sind deine Gefühle. Es ist deine Arbeit. Verborgen, im Widerstreit der Gedanken. Ich nehm sie ernst. Deshalb, nehme ich sie nicht. Wieso, trage ich sie, für dich? Meine Gefühle, meinen Körper, meine Gedanken, lass ich mir, trotzdem, nicht nehmen und als deine Verkaufen, um dir zu gefallen. Das hier ist nicht für dich. Du teilst nichts. Mit. Mir. Das hier ist nicht, für mich. Du bist wütend, auf die Falschen. Ich wünschte, du würdest die Bomben in deinem Keller finden. Ich wünschte, du würdest deinen Brand stoppen. Du hättest dich und andere nicht unterworfen, unmündig gemacht, um nicht nass zu werden. Es ist nur Wasser. Ich wünschte, ich könnte dich irgendwo finden, bei dir sein. Der unsichtbare Mann, den sie bekämpfen, das sind wir. Ein stummer Schrei. Sie haben alle geliebt. Eigentlich. Doch eigentlich, ist eigentlich, nur eine Floskel.

Ich bin schon müde. Ich bin schon im Delirium. Das gehört uns nicht.

Ich träume von einem Mann, den ich nicht kenne. Er sitzt mir direkt gegenüber, und sieht mich an. Er sagt, ganz oft, ich weiß. Schließlich sagt er, ich weiß, dass du dir einen Freund wünscht, der dich einfach an den Händen hält. Und er nahm meine Hände. Er nahm sie beide. Mit einem Mal, schlief ich ein. Ich konnte es mir nicht erklären. Auf einmal, da musste ich nicht wach bleiben. Es war mitten am Tag, es wurde ganz still. Ich hatte so viel zu tun, es war egal. Er sagte nur: Wahnsinn.

Ich erinnere mich an Wim Wenders. Er sagte einmal, ein guter Film, stimmt einfach. Manche, die können auch bei einem schlechten Film einschlafen. Bei einem guten Film, schlafe ich ein.

Love

Well

Soon.

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the great. and. the small. death(s).