ruinen

Halte durch. Wir haben es an diesen Tisch geschafft. »Das hast du absichtlich getan, damit wir nicht gehen.« Ich zog so lange an diesem Strang, an meiner Hand, bis er riss, und das Perlenspiel begann. Die Kugeln, sie fielen, daneben, auf den Grund, liefen fort, ich nicht vor ihnen, verteilten sich, geteilte Leben, unter Sessel, Tische, Stühle, Füße. Vielleicht, war es das schon längst, gerissen, was verband. Ich weiß nicht, ob ich Zeit gewinnen oder Zeit verlieren wollte, um pünktlich zu sein. Es ist schwer zu sagen, ob ich zu viel gezogen, losgelassen, kaputt geliebt habe. Nichts davon war wahr. Aber als etwas zersprang, sich löste, weit verteilte, fanden wir verloren geglaubte Teile, um ein Band zu retten und Krieg zu beenden. Wir fanden nicht alle. Der Kreis, er wurde kleiner. »Wenigstens, waren es große Perlen, bei den kleinen, wäre alles im Eimer.« All die Erinnerungen, die wir sammelten, auf Knien. Alles, was wir wünschten, war so verloren. Zerwürfnisse. Heiße Tränen, die sich ziellos ablenkten, Spuren der aneinander Verirrten. War es eine schöne Zeit? Warte, rosé oder weiß? Dieses Band, es sollte mir Klarheit, eine Richtung geben. »Das habe ich schon kommen sehen.« »Ja?« Ich hab bloß meine Nerven massiert. Ich probiere einen Ring, auf dem sich Kugeln lautlos und fest verschieben. Ich begreife ein buntes Perlenknäuel, es hält ganz magisch von allein, nicht ganz zusammenhangslos. Irgendetwas stimmt nicht. Ich muss diesen Platz verlassen, um nicht aus der Reihe zu tanzen. Ich lehne hier, schau dem Treiben zu, als wär nichts mehr zu retten. Für irgendwas, muss ich bezahlen. Hat denn schon jemals irgendjemand, irgendwas verdient? Halte durch. Und so, schüttete ich sie wieder aus, für die ungerade Zahl. Fast in Not. Ich steckte sie ein, diesmal fester, in meine Jeans. Mit einem Mal, löste sich die Runde auf. Ich ließ mich fallen, wartete, auf Wind, Weite, Raum. Ohne jede Absicht.

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