for whatever that means
Ich träumte von einer Bar, einer Institution, von einem jungen Professor aus Bonn. Alles ist cool, alles ist zugänglich, horizontal. Altbekannt blickten wir gemeinsam auf einen aus der Amerikanistik, angestrahlt vom launischen und bunten Licht eines anderen Geschlechts. Ich sagte ihm: „Gehen Sie hin, Sie werden sich sicher gut verstehen.“ Dort, wo die Männer an Theken und Tischen sitzen, spielen sie Skat. Aber er greift in mein Glas, wirft einiges an Einsatz hinein, sagt: „Mit dir will ich spielen“, und dann ist er verschwunden und lässt mich verwirrt allein. Er spielte und trank mit mir nicht um die Wette, um darauf zu warten, dass einer von uns ganz blass wird.
Etwas Wesentliches gibt sich auf. Es ist die Klarheit. Oder ist es einfach nur nicht das Übliche an üblicher Stelle? Die Wirkung fühlt sich seltsam an, asymmetrisch, schwer einzuordnen. Die Verantwortung wird diffus. Nichts ist offen überschritten, nichts ist klar vertreten. Zugunsten einer informelleren, unausgesprochenen, gefährlicheren Macht. Schau dir an, was sie in dir sehen, hey little Miss, gib gut acht! Vielleicht ändert sich der klare Blick mit Rücksicht auf die äußere Autorität. Der Halt, auf den man zurückgreifen kann. Man beginnt, an etwas anderes zu denken als an die Sache selbst.
Was für eine ärgerliche Person, die mich fortreißt, als läge der wichtige Punkt etwas weiter vorn. Ich muss an etwas denken, das Virginia Woolf bemerkte: »[Du wirst] den Atem anhalten müssen, wenn es gelingen soll; denn Frauen sind so misstrauisch gegen jedes Interesse, hinter dem kein offenkundiges Motiv steckt, so schrecklich gewöhnt an Heimlichkeit und Unterdrückung, dass sie auf und davon sind, sobald ein beobachtendes Auge in ihre Richtung blickt.«
Vielleicht wollte er, der junge Professor aus Bonn, Professoren, von denen man nur Warnungen und Ratschläge kennt, nur, du kannst jenes und darfst dieses nicht, einfach nicht, dass ich in dieser Bar nach links oder nach rechts schaue. Er wollte nicht, dass ich innehalte, um zu fluchen oder zu lachen, dass ich zögere oder stolpere, sondern nur an den Sprung denke, als hätte er sein gesamtes Geld auf mich gesetzt. Was, wenn du fliegst? Sprich nur frei heraus, wirf die Hälfte von dem getrost weg, das du jetzt noch hineinlegst, es wird nur besser, und das Ergebnis erstaunlich interessant werden.

